die tänzerin.

sie tanzt, tanzt wie noch nie.
alle schauen nur auf sie.
die menschen sind begeistert von ihrer gabe.
sie hat talent, keine frage.
ihre bewegungen sind sanft und schnell.
das bühnenlicht leuchtet, bestrahlt sie hell.
die vielen blicke scheinen sie nicht zu stören,
als belohnung wird sie das jubeln hören.

sie tanzt, tanzt weiter.
ihr ausdruck ist weder traurig noch heiter.
ihr blick scheint dennoch leer und bedrückt,
war sie zu früh ins rampenlicht gerückt?
schon als sie klein war musste sie tanzen,
ob sie wollte oder nicht.
man sagte, das sei ihre pflicht.

sie tanzt, tanzt als sei sie verloren.
das publikum sitzt da wie erfroren.
keiner spricht, alle schweigen.
das tanzstück wird sich bald dem ende neigen.
ihre bewegungen verlieren so langsam an kraft,
sie hat alles richtig gemacht.
das schauspiel hat sie nun beendet
und ihren blick dem publikum gewendet.

sie weint, weint vor glück.
anstrengend und schwer war das stück.
sie geniesst den applaus und das lachen,
beim nächsten mal will sie’s noch besser machen.
langsam und sanft verneigt sie sich,
sie wirkst sehr stolz und königlich.

sie, die tänzerin.

(fundstück – 2007 von mir geschrieben.)

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